




Redaktion Wahlen-Zwickau.de mit: Tristan Drechsel Herr Drechsel, einige Angaben zu Ihrer Person, wer sind Sie? Ich wurde 1955 in Zwickau geboren und habe den Beruf des Töpfers erlernt. Nach einem Studium zum Töpfermeister war mir seit 1978 die Selbstständigkeit möglich. Sie umfasst inzwischen auch andere Geschäftsfelder: Beratung bei Management und Marketing, Entwicklung von Software, Bauleitung. Ich bin seit 27 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet und habe zwei Töchter - 18 und 25 Jahre. Die Frau an meiner Seite, die sozial sehr engagiert ist, unterstützt meine Ideale und ist selbst aktives Mitglied in der CDU. Zu meinen Hobbys zählen der Western-Reitsport, Haus und Grundstück. Meine Positionen und mein Leben wurden durch ein christliches Elternhaus geprägt, keine Jungpioniere, keine FDJ, keine Jugendweihe, keine NVA. Seit 1992 bin ich Mitglied der CDU. Was ist Ihnen wichtig? Meine Familie, christliche Werte, Demokratie und Toleranz, Sachkompetenz, Visionen, klare Ziele, sich nicht zu wichtig nehmen, Humor und meine Heimatstadt Zwickau. Sie kandidieren für den Stadtrat, warum? Ich sehe es so: Probleme sind oft von Menschen gemacht, darum können sie auch von Menschen gelöst werden. Durch die derzeit bestehenden Mehrheiten und die kommenden Herausforderungen liegen mir als CDU-Mitglied eine starke, kompetente Fraktion und das Erscheinungsbild der CDU in Zwickau mehr denn je am Herzen. „Ändere die Situation oder deine Einstellung dazu.“ Ich habe mich für das Ändern der Situation entschieden. Mir ist dabei die Zukunft der Stadt Zwickau als Ganzes und insbesondere die unserer Stadtteile ganz wichtig. Ob es möglich wird, ein kleines Rad im Getriebe drehen zu können, bestimmen die Bürger, die ich im Stadtrat vertreten möchte. Für was stehen Sie, sollten Sie gewählt werden? Ich werde für Bürgernähe stehen, für unvoreingenommenes Herangehen und für leidenschaftliches Nachhaken. Mein Motto heißt: „Mache es einfach!“ „Suchet der Stadt Bestes!“ Dieser Satz aus der Bibel würde für mich vor allem bedeuten: Suchet in einem Geist der Gemeinsamkeit. Für mich wäre nicht entscheidend, aus welcher Fraktion eine Idee, ein Vorschlag kommt. Entscheidend wäre, ob es dem Gemeinwohl, der Stadt dient. Manchmal mache ich die Beobachtung, dass in der Praxis vielen Menschen die Theorie doch lieber ist als die Praxis. Mir ist das Praktische wichtiger als langes Diskutieren und Theoretisieren. Es reicht keineswegs aus, immer nur positiv zu reden. Man muss auch etwas bewegen wollen. Ich stehe für Ehrlichkeit, Transparenz und Kompetenz in Sachthemen, auch in den lebensnahen Dingen, die die Menschen direkt betreffen. Hier sind nur einige Fragen, die mich beschäftigen:
Was ist Zwickau für Sie? Ich habe ein Herz für meine tolle Stadt, in der ich geboren bin und in der ich mich wohlfühle. Zwickau ist von lebendiger Historie und von pulsierendem Leben geprägt. Tradition, Geschichte und Neues sind vielgestaltig in der Automobil-, Robert- Schumann- und Hochschulstadt Zwickau. Helle Köpfe und fleißige Menschen haben schon immer Zwickau vorangebracht. Zwickau ist in seiner Vielfalt, seinen Potenzialen und in seinen Shoppingmöglichkeiten erste Klasse, eine Perle in Westsachsen, wie sie auch von Besuchern immer wieder mit Begeisterung und Überraschung beschrieben wird. Welche Vision für Zwickau haben Sie? „Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.“ Mark Twain Eine große Vision von mir ist, dass sich Zwickau zu einer Tourismusstadt entwickelt. In unserer Stadt ist der Automobilbau der Motor der Wirtschaftskraft. Es wäre aber kurzsichtig, nur darauf zu vertrauen. Wenn dieser Motor irgendwann nicht mehr auf Vollgas laufen sollte, spätestens dann müssen Alternativen vorhanden sein. Bauern betreiben schon seit Ewigkeiten keine Monokultur mehr - um krisensicherer zu sein. Tourismus wäre für mich ein weiteres Zwickauer Standbein. Zwickau hat so unendlich viel zu bieten: Historie, Bausubstanz, Raritäten, Tradition, Persönlichkeiten, Kunst, Kultur, Sport und die Lebensfreude der Menschen. Wenn man einmal den Vergleich mit Salzburg wagt, kann man sagen: „Salzburg hat Mozart und ist eine Reise wert. Wir haben Robert Schumann und sind auch eine Reise wert.“ Stelle man sich einmal vor: Am Platz der Völkerfreundschaft befände sich die Zwickau-Information und es würden täglich Reisebusse eintreffen, gefüllt mit Touristen, die die Stadt erkunden wollen, was das für die Stadt, Gastronomie, Hotellerie, Handel und Handwerk bedeuten könnte! Zwickau hat das Potenzial! Zwickau ist zu interessant, um dieses Potenzial zu vernachlässigen. Wir müssen unsere Attraktivität gezielt in ganz Europa, ja weltweit verkaufen. Weitere Themen, die ich vor Augen habe, liegen in den Bereichen Kinder und Jugend, Bildung und Sport, Freizeit und Kultur und wirtschaftlicher Erfolg der Stadt. Und die Vision, dass nach der Wahl klare Mehrheitsverhältnisse im Stadtparlament bestehen. Was mögen Sie gar nicht?
Wir müssen aufhören, zu erklären, warum etwas nicht geht, sondern fragen, was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass etwas geht! |